Football: Das neu formierte ‘Team Bremen’ startet am Sonntag in die Oberligasaison
Von Timo Sczuplinski
‘Das ist das Ziel. Wir wollen wieder dahin, wo wir hingehören’, sagt Headcoach Christian Buchholz, der vom nötigen und erfolgreichen Teambildungsprozess seiner zusammengewürfelten Mannschaft bereits begeistert ist. ‘Natürlich haben sich die Spieler am Anfang erst einmal skeptisch beäugt’, gibt Buchholz zu. Kein Wunder. Schließlich standen sich Spieler und Trainer jahrelang als Konkurrenten im grün-weißen Weyher beziehungsweise im rot-schwarzen Bremer Trikot gegenüber. Am kommenden Sonntag laufen sie nun erstmals gemeinsam im einheitlichen Dress zum ersten Punktspiel der Oberliga-Saison bei den Bremerhaven Seahawks auf.
Der Grundstein für das prächtige Arbeitsklima im gemeinsamen Footballteam wurde beim Trainingslager-Wochenende in Bad Bederkesa gelegt. ‘Das Mannschaft ist zusammengewachsen. Die Chemie untereinander stimmt. Schließlich kennen sich die Jungs schon lange’, sagt Buchholz, der es als besonderen Vorteil zur Eingewöhnung bewertet, dass von Beginn an Trainer von beiden ehemaligen Klubs auf dem Platz waren. Insgesamt stehen sechs Coaches parat. ‘Da sind die Augen überall’, sagt Buchholz.
Ein attraktives Training war somit gewährleistet, zumal der Übungsplatz pro Einheit im Durchschnitt mit gut 30 Spielern bevölkert war. Zum Übungsleiterteam hinzugestoßen ist mittelweile auch Andre Blume von den Vikings, der im Defense-Bereich verantwortlich ist. Dazu kamen neben einigen Rookies aus dem Jugendbereich weitere Routiniers wie etwa der ehemalige Wikinger Jörg Rusener, der auch schon in der ersten Liga bei den Braunschweig Lions aktiv war. ‘Wir haben eigentlich eine perfekte Mischung aus jungen und alten Spielern’, sagt Buchholz über seinen knapp 60 Spieler breiten Kader. ‘Und wir haben einen unglaublichen Speed im Team.’
Schnelle Spieler, die sie auf dem Weg zum ersehnten ersten Platz in der übersichtlichen Vierer-Liga auch brauchen werden. Denn die Konkurrenten werden gegen das ‘Team Bremen’ wohl besonders motiviert zu Werke gehen. ‘So ähnlich wie sich die Gegner im Fußball besonders reinhängen, wenn es gegen den FC Bayern geht’, vergleicht Buchholz die Situation. Die Chancen für einen erfolgreichen Bremer Auftakt dürften trotzdem ziemlich gut stehen. ‘Man merkt, dass die Spieler unbedingt wollen’, sagt Buchholz. Dann kann?s doch losgehen.